Wie ein trostloser Mensch sich in die Hände :c. 217
Bevor es geschieht, weißt du das Zukünftige, und dubedarfst nicht, daß dich Jemand lehre, oder erinnerndeß, was auf Erden sich zuträgt. Du weißt, waszu meiner Förderung dienlich ist, und wie viel nützetdie Trübsal zur Reinigung von dem Roste der Sün-den. Thue mit mir nach deinem erwünschten Wohl-gefallen, und verachte nicht mein sündhaftes Leben,das Keinem besser noch klarer bekannt ist als dir allein!
7. Gib mir, Herr, zu wissen, was ich wissen,das zu lieben, was ich lieben muß, das zu loben,was dir am kwchsten gefällt, das zu achten, was dirkostbar erscheinet, das zu tadeln, was häßlich ist indeinen Augen! Laß mich nicht urtheilen nach demAnsehen der äußeren Augen, noch richten nach deinGehör der Ohren unerfahrener Menschen, -sondern mitwahrhaftigem Urtheil entscheiden über das Sichtbareund Geistliche, und über Alles den Willen deinesWohlgefallens allzeit erforschen! (Pf. 1l 9, 195—11W
8. Oft werden der Menschen Sinne im Urtheilengetäuscht; es werden auch getäuscht die Liebhaber derWelt, indem sie nur das Sichtbare lieben. Was istder Mensch dadurch besser, daß er von dem Menschengrößer geachtet wird? Der Betrüger hintergeht denBetrüger, der Eitele den Eiteln, der Blinde denBlinden, der Schwache den Schwachen, indem er ihnerhöht und in Wahrheit mehr beschämt, indem er ibn