Vom Verlangen nach dem ewigen Leben :c. 209
willen, Herr, allen Creaturcn Freiheit gestattet, vonhipnen zu gehen, welcher der Natur Gewalt anthut,und die Lüste des'Fleisches durch die Inbrunst desGeistes kreuziget, auf daß er mit aufgeheitertem Ge-wissen dir ein reines Gebet darbringe, und würdigsei, ausgeschlossen äußerlich und innerlich von allemIrdischen, beizuwohnen den Chören der Engel! (Rom.8, 28 — 39.)
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Neun und vierzigstes Kapitel.
Vom Verlangen nach dem ewigen Leben, und wie groß dieGüter, die den Streitenden verheißen sind.
t. Mein Sohn, wenn du empfindest, daß dir einVerlangen nach der ewigen Seligkeit von oben hereingegossen wird, und dich gelüstet auszugehen aus derHütte des Leibes, daß du meine Klarheit ohne Schattendes Wechsels betrachten könnest, so erweitere dein Herz,und nimm mit allem Verlangen diese heilige Eingebungauf! Erstatte der höchsten Gütigkeit den reichlichstenDank, die mit dir so huldreich handelt, die dich sogütig heimsuchet, so brünstiglich anreget, so mächtiglichaufrichtet, daß du nicht unter dein eigenen Gewichtzum Irdischen wankest. Denn du empfängst dieß nicht
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