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Von der Nachfolgung Christi
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208
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208 Von dem Tage der Ewigkeit zc.

schnell wegwerfen und verschmähen möge alle Luft-gebilde der Sünden! Eile mir zu, ewige Wahrheit,daß keine Eitelkeit mich bewege! Komm herzu, himm-lische Freundlichkeit, daß vor deinem Angesicht alleUnreinigkeit fliehe! Verzeih auch mir, und vergib mirbarmherziglich, so oft ich im Gebete gedenke an etwasAnderes außer dir! Denn ich bekenne in Wahrheit,daß ich mich sehr zerstreut zu befinden pflege. Dennda bin ich vielfältig nicht, wo ich körperlich stehe odersitze, sondern da bin ich vielmehr, wo ich von denGedanken hingetragen werde. Da bin ich, wo meinDenken ist. Da ist häufig mein Denken, wo ist, waSich liebe. Das begegnet mir schnell, was natürlichergötzet oder aus Gewohnheit gefällt (Röm.8,12—27).

6. Deßhalben hast du, o Wahrheit, ausdrücklichgesagt: Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz(Matth. 6, 21). Liebe ich den Himmel, so denke ichgern ans Himmlische. Hab' ich die Welt lieb, sofreue ich mich mit über die Glückseligkeiten der Welt,und werde traurig über ihre Widerwärtigkeiten. Liebeich das Fleisch, so bilde ich mir oft vor, was desFleisches ist. Hab' ich den Geist lieb, so ergötzt esmich, ans Geistliche zu denken. Denn was ich auchnur lieb haben mag, davon rede und höre ich gern,und solcher Dinge Bilder nehme ich mit mir nachHause. Aber selig ist der Mensch, welcher um deinet-