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Vom Verlangen nach dem ewigen Leben :c.
durch dein Dichten oder Trachten, sondern allein durchdie Huld der Gnade von oben und des göttlichen An-blicks, damit du zunehmest in Tugenden und größererDemutb, und dich rüstest zu künftigen Kämpfen undmir mit ganzer Hcrzensneigung anzuhangen und mitbrünstigem Willen zu dienen beflissen seist.
2. Mein Sohn, oftmals brennet das Feuer, aberohne Rauch steigt die Flamme nicht empor. Msolodert auch Etlicher Verlangen zum Himmlischen, unddoch sind sie nicht frei von Anfechtung fleischlicherNeigung. Derhalben treiben sie denn auch nicht gänz-lich lauter für Gottes Ehre, was sie so sehnsüchtiglichvon ihn: bitten. Dergestalt ist auch oft dein Verlan-gen, von dem du vorgegeben, daß es so ungestümsein werde. Denn das ist nicht rein und vollkommen,was mit Eigennutz angesteckt ist.
3. Bitte, nicht was dir ergötzlich ist und vortheil-haft, sondern was mir angenehm ist und zu meinerEhre gereichet, dieweil du, so du es recht urtheilest,meine Verordnung deinem Verlangen und Allem, wasbegehrt werden mag, vorziehen und befolgen mußt.Ich kenne dein Verlangen, und die häufigen Seufzerhabe ich gehört. Jetzt schon möchtest du sein in derFreiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes; jetzt schonergötzt dich das ewige Haus und das himmlische Vater-land voller Freuden, aber noch ist jene Stunde nicht