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Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
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197
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Daß man nicht allcn Mcnschcn glauben darf,c. 197

Fünf und vierzigstes Kapitel.

Daß man nicht allen Menschen glauben darf und wie leichtman mit der Zunge strauchelt.

1. Leiste mir Hülfe, Herr, ob meiner Trübsal,weil das Heil der Menschen eitel ist! Wie oft habeich dort keine Treue gefunden, wo ich sie zu habenwähnte! Wie oft habe ich sie auch dort getroffen, woich's weniger vermuthet! Eitel ist also die Hoffnungauf Menschen, das Heil der Gerechten aber ist indir, o Gott! Gcbenedeiet seist du, Herr, mein Gott,in Allem, was uns begegnet! Schwach sind wir undunflätig, leicht werden wir betrogen und ändern unSleicht (Pf. 60).

2. Wer ist der Mensch, der so behutsam undumsichtig in allcn Dingen sich zu bewahren vermag,daß er nicht einmal in einigen Betrug oder Verlegen-heit komme! Aber wer auf dich, Herr, vertrauet, unddich aus einfältigem Herzen suchet, fällt so leicht nicht.Und wenn er in einige Trübsal geräth, wie er auchdarein verwickelt sein mag, er wird bald durch dichherausgerissen, oder von dir geleistet werden, weildu den, der auf dich hofft, nicht verlassen wirst bisans Ende (l Thess. 5, 23. 24).

3. Selten ist ein treuer Freund, der in allen Be,