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Von der Nachfolgung Christi
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196
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196 Daß man sich die äußern Dinge nicht zu Herzen ?c.

Vier und vierzigstes Kapitel.

Daß man sich die äußern Dinge nicht zu Herzen nehmen soll.

1^ Mein Sohn, in vielen Dingen mußt du un-wissend sein, und dich achten als einen Todten aufErden und als Einen, welchem die ganze Welt ge-kreuziget ist. Du mußt auch Vieles lassen vorüber-gehen mit taubem Ohre, und vielmehr bedenken, waszu deinem Frieden dienet. Nützlicher ist es, die Augenvon den mißfälligen Dingen wegzuwenden, und einemJeglichen seinen Sinn zu lassen, als zänkischen Redendich ergeben. Wenn du gut stehest mit Gott, unddessen Urtheil anstehest, so wirst du es leichter tragen,wo du überwunden wirst. —

2. O Herr, wohin ist's doch mit uns gekommen?Siehe, man beweinet einen zeitlichen Schaden, manarbeitet und läuft für einen mäßigen Gewinn, undeinen geistlichen Nachtheil übergibt man der Vergessen-heit, und kaum spät erinnert man sich sein. Waswenig oder nichts nützet, darnach strebt man, undwas böchst nothwendig ist, wird nachläßig übergangen,dieweil der ganze Mensch zum Aeußeren hinfließet,und wo er nicht bald sich wieder besinnet, auch gern inden äußerlichen Dingen liegen bleibet (I Kor.3,18—23).

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