1 Von Erinnerung an die inannichfaltigen Wohlthaten zc.
dct mein Geist vor solcher Größe (iMos. 32, 10.2 Sam. 7,18).
2. Alles, was wir haben nach Seele und Leib,und was wir besitzen auswendig oder inwendig, natur-lich oder übernatürlich, sind deine Wohlthaten, die dichals einen wohlthätigen, frommen und guten Gott«preisen, von welkem wir alles Gute empfangen. Ob-schon der Eine mehr, der Andere weniger empfangenhat, so ist doch Alles dein, und ohne dich kann manauch nicht das Geringste haben. Jener, welcherGrößeres empfangen, kann sich nicht seines Verdienstesrühmen, noch sich über Andere erheben, noch den Ge-ringeren schmähen, weil derjenige der Größere undBessereist, der sich weniger zuschreibt, und im Dankender Demüthigste und Andächtigste ist. Und wer sichfür den Allergeringsten schätzet, und sich für den Un-würdigsten erachtet, der ist am geschicktesten. Größereszu cmpfahen (Ps. 8).
3. Wer aber Geringeres empfangen hat, der mußnicht traurig werden, noch unwillig sein, noch demReicheren mißgünstig, sondern vielmehr auf dich sehen,und Heine Gütigkeit am meisten loben, daß du so über-schwenglich, so gar umsonst und gerne ohne Ansehender Person deine Geschenke ausspendest. Alles ist ausdir, und darum bist du in Allem zu loben. Du weißt,was einem Jeglichen zu geben dienlich ist, und warum