Von Erinnerung an die mannichfaltigen Wohlthaten ic. 151
8. Was hat dein Knecht weiter zu reden vor dir,als nur, daß er sich sehr demüthige vor dir, allezeiteingedenk der eigenen Ungerechtigkeit und Niedrigkeit?Denn Nichts ist dir gleich unter allen Wundern desHimmels und der Erde. Deine Werke sind gar gut,'deine Gerichte wahrhaftig, und durch deine Vorsehungwerden alle Dinge regieret. Darum sei dir Lob undRuhm, o du, des Vaters Weisheit! Dich soll meinMund loben und preisen, meine Seele sammt allerCreatur! (Jes. 49, 13 —16.)
Zwei und zwanzigstes Kapitel.
Von Erinnerung an die mannichfaltigen Wohlthaten Gottes.
1. Oeffne, Herr, mein Herz in deinem Gesetze,und lehre mich wandeln in deinen Geboten! Gib mirzu verstehen deinen Willen, und mit aller Ehrfurchtund fleißiger Betrachtung deiner Wohlthaten so imAllgemeinen wie im Besondern zu gedenken, damit ichdir würdiglich dafür Dank zu sagen vermöge! Alleinich weiß und bekenne, daß ich auch im Allergeringstennicht gebührend Dank und Lob zollen kann. Ichbin zu gering alles Guten, so du mir erwiesen hast,und wenn ich deine Hoheit betrachte, so schwin-