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Von der Nachfolgung Christi
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Daß man die Wünsche des Herzens :c.

cher den Menschen den Engeln gleich macht, Gottversöhnlich, den Teufeln schrecklich, und allen Gläubigenlieb und werth! O liebenswürdiger und allzeit begeh-rcnswerther Dienst, wodurch das höchste Gut erlanget,und eine Freude erworben wird, die ohn' Endebleibet! (Ps. 100.)

Gilftes Kapitel.

Daß man die Wünsche des Herzens prüfen und mäßigen soll.

1. Mein Sobn, du mußt noch viele Dinge lernen,die du noch nicht wohl gclernet hast! — Welche sinddiese Dinge, Herr? — Daß du dein Verlangen gänz-lich nach meinein Wohlgefallen stellest, und du nichtdich selbst lieb habest, sondern meinem Willen begierignacheiferst. Deine Begierden entzünden dich oft undtreiben dich heftig an; aber bedenke, ob du meinerLiebe wegen, oder um deines Nutzens willen vielmehrbeweget werdest. Bin ich nun die Ursache, so wirstdu zufrieden sein, wie ich's auch ordnen mag; wennaber von eigenem Suchen etwaS verborgen liegt, siebe,das ist es dann, was dich hindert und beschweret (Gal. 5).

2. Hüte dich derhalben, daß du nicht zu viel dichstützest auf ein vorgefaßtes Verlangen, worüber du