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Von der Nachfolgung Christi
Entstehung
Seite
127
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Daß man die Wünsche des Herzens :c. 427

mich nicht um Rath gefragt hast, damit dich nichtetwa hernachmals gereue oder dir mißfalle, was diranfangs gefallen, und wofür du als für das Bestegeeifert hast. Denn nicht einer jeglichen Regung,welche gut scheinet, muß man alsbald folgen, aberauch nicht jegliche widerwärtige Regung sogleich fliehen.Es ist bisweilen forderlich, Zaum und Zügel zu ge-brauchen auch bei guten Bestrebungen und Begierden,auf daß du nicht durch Ungestüm in Zerstreuung desGemüths hineingerathest, noch Andern durch unordent-lich Wesen Aergerniß gebest, oder auch durch denWiderstand Anderer plötzlich verwirret werdest undzusammenstürzest.

3. Zuweilen jedoch muß man Gewalt brauchen,und männlich dem finnlichen Begehren entgegentreten,und nicht darauf achten, was das Fleisch wolle, undwas es nicht wolle, sondern vielmehr darum sorgenund sich ängsten, daß es auch wider Willen dem Geisteunterworfen sei. Und es muß so lange gezüchtigetwerden und gezwungen, unter der Dienstbarkeit zusein, bis es bereit ist zu Allem, und mit Wenigemsich vergnügen, und am Einfältigen sich ergötzen, undgegen irgend Unschickliches nicht murren lernet (Röm. 7).

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