über Stcyermark, Karnthen und Krain antrat,den evangelischen Einwohnern dieser Länder,die zwey Drittel der ganzen Volksmenge aus-machten, die ihnen von dem Vater Karl ver-liehene Religionsfreiheit nicht erneuern, son-dern daß er sie vielmehr zum katholischenGlauben wieder zurückbringen wollte.
Die unangenehme Stimmung, in welcheFerdinands Unduldsamkeit die evangelischenBöhmen schon im voraus versetzte, wurdenoch dadurch vermehrt, daß Matthias Praggegen Wien vertauschte; daß er die im kö-niglichen Schlosse verwahrten Kostbarkeitenmitnahm; daß er die Regierung zehn Statt-haltern übergab, unter welchen sich siebenKatholiken befanden. Zu diesen gehörtenauch Slawata und Martinitz, die dem KaiserRudolf II die Erthcilung des Majestätsbriefeswidcrrathen, die den zwischen beyden Rcli-gionsparthcycn geschlossenen Vergleich nichtunterschrieben hatten, und die daher (1669)von den evangelischen Böhmen für ihreFeinde erklärt worden waren.
Die evangelischen Böhmen, die sich inLutheraner und in böhmische Brüder, Nach-folger