Druckschrift 
1 (1800)
Entstehung
Seite
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4 Einleitung.

Befriedigung aber nickt Ueberdruß gewährt, und im-mer noch ein weites Feld zu fernern Betrachtungenübrig läßt.

Es könnte vielleicht der Meßkunst sogar derVorwurf gemacht werden, daß sie ihre Verehrer undLiebhaber zu sehr für sich entnehme, und von andernGeschafften abziehe, indem man Beispiele hat, daßdaö scharfe Nachdenken, welches die Mcßkunst undandere 5heile mathematischer Wissenschaften, zuwei-len erfordern, bey nillrelmäßigen oder verschrobenenKöpfen, nachihetlige Folgen nach sich gezogen hat.

Allein, trifft sie dieser Borwurf: so muß er al-le Wissenschaften treffen, welche Nachdenken erfor-dern. Das zu scharfe und anhaltende Nachdenkenüber einen und denselben Gegenstand, so daß man dieEinbildungskraft nicht frei) machen kann, kann selbstDenkern und geüblen Köpfen Nachtheil bringen.

Ein merkwürdiges Beispiel dieser Art haben wirin der alten Geicktchre an dem Archtmed, einem gro-ßen Mathematiker, welcher ohngefähr drittehalb bun<dert Jabre vor Cbristt Geburt lebte. Syrakus, sei-ne Baterstadt, wurde von den Römern belagert undeingenommen. Während des plötzlichen und unver-mutheten Eindringens ist Archtmed eben mit der Auf-lösung einer Aufgabe so sehr besckäffciget, daß er vonden Ereignissen um sich der nichts vernimmt. In-dem tritt ein römischer Soldat zu ihm ins Zimmer,und fragt ihn, wer er sey? Archtmed, ganz tm Nach-sinnen