Druckschrift 
Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
392
Einzelbild herunterladen
 

392 II. Abtheilung. III. Kapitel.

§. 495»

Um auf einmal die positiven und negativen Elek-trisirungcn, welche Statt haben, wenn man nicht lei-tende Substanzen ladet, sichtbar zu machen, habe ichdiese in sehr dünnen Platten gebraucht; es sind Glas-platten, mit schwarzem Siegellack übcrsirnißt, dasauf sie gesiebt und geschmolzen wird. Die meisten Plat-ten, welche ich gebrauche, sind mit diesem Lack auf bey-den Seiten bedeckt; andre nur auf einer Seite, undnoch andre sind zwar auf beyden Seiten bedeckt; habenaber leere Stellen den bedeckten gegenüber. Die leerenStellen sind zu Versuchen mit dem Glase selbst bestimmt,und das Lack auf der cntgcgengescztcn Seite dient nur,den Figuren schwarzen Grund zu geben. Manmuß sodann abgesondert, dieWirkungen der beyden Elck-trisirungen auf das Glas beobachten; denn weil die,der auf ihm hervorgebrachten, entgegengesezte Figur,auf dem Lacke sich befindet, so hat sie andre Kennzeichen.Diese Platten kann man sehr lange gebrauchen, undwenn man die Versuche hier wiederholen oder abändernwill, so braucht man nur am Feuer das Lack zu erwei-chen, um ganzlich die vorigen Elekmsirungen zu zer-streuen.

§. 496.

Damit diese Platten von beyden Seiten frey seyen,wenn ich auf sie wirke, so lasse ich sie horizontal vonzween überfirnißtcn Glasarmen getragen werden, aufdenen sie mit ihrem Rande ruhen; und diese Arme wer-den selbst von einem isolirenden Fuße getragen. Ueberdiesem Fuße erhebt sich ein Stab, auf welchem sich einandrer gläserner Arm herum dreht, dessen Ende dcn lei?tendcu Körpcy tragt, wodurch ich die nicht leitende

Platte