M I!. Abtheilung. III. Kapitel.
ich für Hundertthcile des Grades am Fundamentülelek--trometer annehme. Ich entlade eine große LeidnerFlasche, indem ich mit ihrem Knopfe den Zisch berühre,bis sie das Mikrometer nur auf wenige Grade z. V. auf0,05 des Fundamentalelektromcters erheben kann.Wenn der Condensator gut ist, so kann ich sodann aufdie Belegung ^ die Fuudamentalkuge! setzen, ehe ichsie an den Condeusator anbringe; und wenn ich in die-sem Zustande die Belegung mit derselben Flesiue be-rühre, und sie hernach außer Einfluß des Coudeusatorsziehe, so wird sich die große Kugel um verschiedene Gradebewegen. Zeigte sie 5, 0; so wäre die Wirkung des Con-densators, in der Belegung, das Hundertfache desGrades der Elcktrisi'nmg, der ihr mitgetheilt ist, solange sie mit ihm in Berührung war. Ich glaube ebenso große Wirkungen wie jene, und noch größre beobachtetzu haben; inzwischen behaupte ich es nicht, denn als ichdiese Versuche anstellte, war die Sprache meiner Instru-mente noch zu unbestimmt, und daher gebrauche ich dieseZahl nur, um leichter die gedachte Methode vorzutragen.Wenn man nun also den Grad der Kraft eines Conde'Uisators, die seiner Belegung mitgetheilte Elcktrisiruugzu erweitern, erforscht hat; so wird er ein wahres Mi-krometer werden, das vorzüglich bey in die Luft erhab-nen Leitern anwendbar ist, wenn sie aufhören, durchdas kleinste unmittelbare Mikrometer meßbare Zeichender Elektrisirung zu geben. Sie werden kein Zeichen vonElektrisirung mehr geben, wenn man die Belegungan den Condensator anbringt; aber wenn man sie da-von trennt, kann es sich zuweilen eraugncn, daß sie nichtalles erhaltene Fluidum wird anhalten können, weil diekleine Kugel, indem sie über die Skale fahrt, es zer-streuen wird. Alsdann muß man diese Kugel wegneh-ryM, und statt ihrer, entweder diejenige gebrauchen, wel-che