Von dem elektrischen Flmdum. 365
Fluidum verliert, müssen, indem sie davon andern mit,theilen, dadurch selbst mehr elektrische Materie erhal-ten; dieses kann den Widerstand aufheben, welchen dieandern Theile bey der Aufnahme ausüben. Unter denFällen, worauf diese Bemerkung geht, ist der a priori deram schwersten zu entscheidende, das Verhältniß, welchesin diesem Betracht eine Shcibc und eine Kusse! habenmüssen, wegen der Nähe der beyden entgcgengeseztenOberflachen einer Scheibe, die dadurch auf einanderstarken Einfluss haben werden. Dies ist ein Gegenstand,wobey man die Erfahrung zu Rathe ziehen muß, undman kann es vermittelst der Eicktlvmctcrscheibe, wel-che eine Art eines abgetheilten Gefäßes ist. Man könntealso Körper von derselben Natur, und einerley Obersta-che mit der Schcibe, aber von verschiedenen Formennehmen, und sie zu einerley Grad bey einer solchen Ent-fernung der Scheibe' elektrischen, daß sie auf sie keinenEinfluss haben könnten. Wenn man hernach jeden die-ser Körper in Verbindung mit der Scheibe bringt (ver-mittelst eines Dvathö mit zwo Spitzen), so würdendie Mengen des elektrischen Fluiduins, welche sie vonjedem bekäme, ein Mittel abgeben, das Verhältniß derMengen die sie besäßen, zu bestimmen.
Fünfte Klasse von Versuchen.
§. 464.
Der Gang der elektrischen Einflüsse zwischen ab-gesondert isolirtcn Körpern, nach ihren Entfernungen,Größen und Gestalten, kann das meiste Licht über dieGesetze dieser Einflüsse verbreiten; weil sie hier we-niger verwickelt, als bey denselben Körpern, oder beyKörpern in leitender Verbindung sind; und bey den Phä-nomenen dieser ersten Gattung habe ich sie auch am mei-sten