Druckschrift 
Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
354
Einzelbild herunterladen
 

Z54 II. Abtheilung- III. Kapitel.

wissen Substanz verbunden, die selbst gewissen Gesetzenfolgt, das eleklrische FluidllM ausmacht, und die mei-sten seiner Modifikationen hervorbringt. Diese Untersu-chungen in allen ihren Zweigen, erfodcrn also gründlicheKenntnis; der Sprache des Elektrometers. Es ist nichthinlänglich, das; dies Instrument vergleichbar sey; manmuß das Verhältniß seiner Grade mir der Intensität derElcklrisirung der Körper, kennen. Ohne diesen neuenSchritt ist es unmöglich, in der Kenntniß der Modifika-tionen des elektrischen Fluidums weiter zu kommen.Ich habe zween vorzügliche Wege zu dieser Entdeckungausgesonnen; wovon ich erst den weniger direkten anzei-gen will, wcil cr schon einen Begriff von der Gattungvon Versuchen geben wird, die ich mir vorgesezt habe,und weil er zu gleicher Zeit Umstände enthält, welche aufden direktem Weg anwendbar sind.

§. 45 r.

Der mechanische Grundsatz des beschriebenen Elek-trometers ist sehr einfach. Eine gewisse Kraft ziehtsein Pendel aus dem Zustande der Ruhe, und hebt esauf eine gewisse Größe. Wenn also keine physische Ur-sache auf dies Pendel wirkte; wenn es nur den Gese-tzen der Mechanik gehorchte, so würde die Elektrisi-rung der Körper, welche hier die bewegende Kraft ist,dem O.ueersinus, des von dem Pendel durchlaufe-nen Winkels proportional seyn. Aber ein erster Ver-such lehrte mich, daß der Gang des Elektrometers vonandern Ursachen afficirt werde. Als ich mein erstes Mi-krometer-Pendel gemacht hatte, dessen Gegengewichtauf die Art justirt ist, daß, wenn es verbunden mit demFundamcntalelektrometer elektrisirt wird, es auf sei-ner Skale 40 zeigt, unterdessen dieses nur 4 angiebt;so erwartete ich, daß, wenn ich von diesen correspondi-

rendcn