Z48 II. Abtheilung III. Kapitel.
geladen und entladen hatte, so fand ich sie wie ein Elek-trophor. Alsdann fehlte sehr wenig, daß sie nichtdasclektrophorische Vermögen so lange behalten hatte, alsdie Platten von Siegellack. Es scheint also, daß diekurze Dauer dieses Vermögens, ehe ich gewissermaßendas elektrische Fluidum durch das Siegellack einge-schlossen, daher rührte, daß es über das Glas nach undnach fortschlüpfte. Der kleine Unterschied, den mannoch zwischen diesem Elektrophor und denen aus Lackfindet, rührt ohne Zweifel daher, daß die Luft hier mehrMacht hat. Ich habe hernach dieselben Wirkungen mitbloßen Lackfirnissen hervorgebracht; und ich zweifle nicht,daß genug Schichten von diesem Firniß auf eine Plattevon Eisenblech gelegt, daraus eine Klcistische Platte undein Elektrophor machten,
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Diese verschiedenen Platten, in den Nahm auf-gehängt, Taf. I. Fig. IO. haben zur Belegung zwoScheiben, so wie die, welche in Taf. 2. Flg. I. vor-gestellt ist, und unter derselben Gestalt habe ich meineVersuche mit dem Kondensator gemacht. Die Gattungder langsam leitenden Platte, welche mir am beständig-sten zu diesem Gebrauche geschickt schien, ist der Wachs-taffent, den man nach seiner Beschaffenheit zwey oderdrey mal zusammen legt, und in einen Reifen von einemdicken Messingdrath, einen Fuß im Durchmesser aus-spannt; dieses giebt eine hinlängliche Jsolirung zwischenmeinen beyden Scheiben. Ich habe oft größre Wirkun-gen mit einer weißen Marmor Platte erhalten; abernur nachdem ich sie lange ans Feuer, um sie zu trocknengehalten hatte, und sie verlor sehr bald dieses große Ver-mögen. Es ist aber nützlich die Wirkungen zu verschie-denen Zeiten, und indem man Platten von verschiedenen
Dicken