Von dem elektrischen Fluidum. zzr
§. 422.
Es war sehr natürlich, zu glauben, daß eine leich-tere Kugel durch geringere Grade der Elektrisirung würdebewegt werden, und daß also, wenn man statt der dc--wcg'ichcn Kugel des Fundamentalelektromeiers, umgewisser Verhältnisse leichtere Kugeln gebrauchte, es aufverschiedene Grade ein Mikrometer würde; mit der Be-dingung , daß man Tafeln entwürfe, welche die Verhalt-nisse der Grade des Divergirens dieser verschiedenenPendel mit den Graden der Intensität der Kraft, diesie in Bewegung sczte, angäben. Ich zweifelte nicht,daß man nicht schon eine solche Tabelle nöthig hätte, umvon den Graden der Elektrisirung durch den Gang desFundomcntaleleklrometers zu urtheilen; und ich wärehierüber in Irrthum geblieben, wenn ich nicht daran ge-dacht hätte, Mikrometer zu machen. Durch sie bin ichalso aus meinem Irrthum gebracht worden; ich werdedieses erklären, nachdem ich die Einrichtung meiner mi-krometrischen Kugeln angezeigt habe.
§. 42Z.
Diese neuen Pendel werden auf einerley Art auf-gehängt, wie der Pendel Fig. z. Erste Taf. weil siediesem müssen substituirt werden können: sie haben alsoauch einerley Länge, vom Aufhängepunkt bis zum Mit-telpunkt der respcktiven Kugeln n; aber diese Kugelnsind von verschiedener Größe und Substanz, die Kugelmeines ersten Mikrometers ist von Holländer-Mark;sie hat nur 4^ Lin, im Durchmesser (o, 42 engl. Zoll)und statt eines Strohhalms zum Stäbchen, hat sie einHälmchcn von Heu. Das Glasstäbchen zum Gegenge-wicht, ist auch dünner und kürzer als beym Funda-Mentalelektrometer; und statt einer, auf der Drehbank
gemach-