276 !I. Abtheilung. III. Kapitel.
§. 365.
Wenn ich noch großre Kugeln gebrauche, so kannman mir ihnen selbst sehr unterrichtende Versuche anstel-len. Ich habe ein Paar von 2. Zollen im Durchmesserund etwa eine halbe Unze schwer, die ich an langen Stab-chen von überfietiißtem Glase auf die oben beschriebeneWeise aufhange: hier sind einige damit angestellte Ver-suche: Ich hänge sie an einem isolirendcn Arm, in derHohe des Mittelpunkts einer meiner Scheiben; hernachberühre ich beyde mit dem Knopfe einer, an dem Reib-zeuge einer Elcktrisirmaschine, schwach geladenen psla-sehe; hicdurch nimmt man ihnen etwas von ihrem elek-trischen Fluidum, und sie divcrgircn als negativ. Indiesem Zustande stelle ich ihnen eine stark positiveScheibe entgegen; und dennoch bleibt ihr Divergirensichtlich einerley, als ob die Scheibe keinen Einfluß aufsie hatte. Wenn ich sie aber in diesem Zustande berühre,so offenbart sich dieser Einfluß; denn ob sie gleich nega-tiv sind; so geben sie doch einen Funken, als ob sie po-sitiv waren, und ihr Divergiren vermehrt sich. DieGegenwart der Scheibe ändert in ihrem DivergireNnichts; weil dieses von der Menge ihres elektrischenFluidums, nämlich von seiner Dichtigkeit abhangt:die Gegenwart der Scheibe nun, kann hierum keine Aen-derung hervorbringen, weil die Kugeln isvlirt sind. DieScheibe vermehrt aber die ausdehnende Kraft diesesFlUldums, indem sie hier fvrtleitendes Uuidum zu-sezt; so daß sie sogar die des elektrischen Fluidumsim Boden übertrifft; weswegen ein Theil entweicht,wenn man diese Kugeln berührt: und alsdann vermehrtsich ihr Divergircn, weil die Dichtigkeit ihres elek-trischen FluidllMS abgenommen hat. In diesem Zu-stande ändert sich ihr Dtvergiren noch nicht merklich,man mag sie in Verbindung mit dem Boden in Gegen-wart