Von dem elektrischen Flm'dum. 269
Scheibe und ihren Kugeln, wird sich in cntgrgengesez-tcm Sinne, in den beyden Lagen der Scheibe ^ veran-dern, und daraus entspringen die entgegengcsezten Be-wegungen der Kugeln. Ich nehme an, daß beyde Schei-ben positiv elektrisirt seyen. Wenn die Scheibe ^, derScheibe N, auf einer ihrer Seiten sich nähert, so wirdsie eine gleichförmige Vermehrung in der ausdehnen-den Kraft des elektrischen Fluidums, in allen ihrenTheilen, die Kugeln mit dazu gerechnet, hervorbringen:dies haben die vorigen Versuche gezeigt. Mit der Dich-tigkeit dieses Fluidums wird es sich aber nicht so ver-halten: diese vermindert sich immer bey einem Leiterinden Theilen, welche einem positiven Körper am nächstensind, und vermehrt sich in den entfernteren: auch dieshaben die vorigen Versuche erwiesen. Wenn ich also dieScheibe^, der Seite der Scheibe lk, wo sich die Ku-geln befinden, entgegen halte; so sind diese jenen amnächsten, und empfangen das meiste ihres fortleiten-den Fluidums, und ihr elektrisches FlUlbum verliertan Dichtigkeit: daher nimmt ihr Divergiren ab.Wenn ich aber die Scheibe ^ der entgegengcsezten Seiteder Scheibe k darbiete; so sind die Kugeln alsdann derTheil dieser Gruppe, welcher am wenigsten fortleitcn-des Fliudum bekömmt: die Dichtigkeit ihres elektri-schen Fluidums nimmt also zu, durch das, was ih-nen aus der Scheibe zutritt, und ihr Divergiren ver-mehrt sich.
§. Z59.
Der folgende Versuch wird zween Fälle zugleich, aufeine noch deutlichere und erweisendcre Art geben. Ichwill in Verbindung mit der Scheibe L, zwey Paar, denvorigen ähnliche Kugeln annehmen, deren Einrichtungund Stellung folgende ist: Man muß erstlich am Auf-hängepunkt der Kugeln, so viel wie möglich, Materio
sparen: