Von dem elektrischen Flnidum. 2^zi
nen Griffe gehalten, und auf verschiedene Körper geseztwurde; z. B> auf Kamine von Marmor, oder auf einensehr trocknen, mit einem Stücke Wachstuch bedecktenTiscb, oder endlich auf die seidne odcr wollene Bedeckungeines Hausgcräths; und die schwache Quelle des elektri-schen FlUidUMsdas er gebrauchte, war eine durch einenlangsamen Leiter entladene Leidncr Flasche. Wenn dieFlasche durch einen geschwinden Leiter entladen war, sobrachte sie keine Wirkung auf die Scheibe hervor: warsie es aber durch einen langsamen Leiter, wie man siez. B. entladet, wenn man sie in der Hand halt, undmitihrem Knopfe eine Mauer oder ein sehr trocknes Holz-werk berührt, so konnte sie immerhin nicht mehr im Stan-de seyn, das Elektroskop von Hr. Cavallo zu bewegen,und dennoch die metallische Scheibe, welche in eine deroben genannten Lagen gebracht war, sehr gut laden.
§. z,6.
Wie ich im Verlauf meiner Versuche mit dem Eon-dcnsalor über diese verschiedenen Wirkungen der Flaschenachdachte, so fand ich, daß, wenn sie durch einenschnellen Leiter entladen war, sie sich im Zustande mei-ner Elektrophore befand, wenn ihre beyden Belegun-gen zu gleicher Zeit Verbindung mit dem Boden hatten;d. h. daß die Flasche kein Zeichen von Elektricität mehrgab, weil ihre beyden Belegungen völlig im entgegen-gcscztcn Sinne modificirt waren, und daß, wenn sie durcheinen langsamen Leiter entladen war, sie sich in demFalle des Elektrophors befand, wenn seine Belegun-gen gar nicht oder nicht hinlänglich modificirt sind. Hier-aus schloß ich, daß, wenn man Condensatorcn auf bey-den Belegungen meines elektrophorifchen Apparatsanbrächte, dieses gewissermaaßen einerley wäre, als ob mansie mit dem Boden in Verbindung seztc; daß ich aber
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