Druckschrift 
Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
228
Einzelbild herunterladen
 

228 II. Abtheilung. III. Kapitel.

bekommen könne, weil die elektrische Materie sich nurschwach zu Substanzen dieser Art hinlenkt: sie bekömmtaber ihren Theil von dem neuen fortlcitenden Fluidum,weil dieses merklich sich zu allen Körpern auf dieselbeWeite hinbcwegt. Die Wirkungen dieses ersten Augen-blicks der Mittheilung von der Quelle an die BelegungH. sind also folgende: das fortleitcnde Fluidum, dasvon dieser Belegung zu der langsam leitenden Sub-stanz geht, treibt einen kleinen Theil des elektrischenFluidums von dieser zur Belegung k. und durch dies»in den Boden. Ist die Platte aus dieser Substanz sehrdick, wie sie es bey einem Stücke Marmor oder Holz seynwürde, so kann die Belegung u. nur zum Durchgangfür dies elektrische Fluidum, das in den Boden tritt,dienen. Ist aber diese Platte sehr dünn, wie Wachs-tuch und Wachstaffent (einfach oder doppelt nach sei-ner Beschaffenheit); so erleidet die Belegung k. dieWirkung dieses sortleitenden Fluidums, welches dieBelegung verlaßt, und es entweicht zuerst ein klei-ner Theil ihres elektrischen AuidUMs in den Boden.Wann endlich das fortleitende FlllidUM, welches dieseWirkungen hervorbringt, sich also von der kleinen Menge

des elektrischen Fluidums, das es durch die Bele-gung bekommen, getrennt befindet, so widerstehtdiese nicht mehr so sehr der Quelle; diese giebt also eineneue Menge her, welche sogleich dasselbe Schicksal wiedie erste hat: und diese successiven Wirkungen daurenfort, bis das fortlcitende Fluidum, das sich in derlangsam leitenden Substanz und der Belegung L.anhaust, ihnen nicht mehr erlaubt, der Belegungdergleichen zu entziehen. Alsdann hat die C^ndensa-tion ihr Größtes erreicht: das elektrische Fluidumder Belegung ist dichter geworden, denn es hatein größtes Verhältniß an elektrischer Materie: es

hat