Von dem elektrischen Fsi.udmu. 207
auf der entgcgengcsezten Seite zu verbinden, und sie mitsich dahin zu reißen', wo sie den wenigsten Widerstandspürt, so fiel mir ein, daß man das neue auf der SeiteL. gebildete elektrische Amdum gebrauchen könnte, umdie Seite zu laden. Um diese Vermuthung durch ei-nen Versuch zu prüfen, machte ich eine leitende Verbin-dung zwischen der Seite ist der Platte und dem Rcibzcugeeiner Elektrisirmaschine, und eine ahnliche Verbindungzwischen der Seite .-V. und den Spitzen, welche das elek-trische schlldum von dieser Maschine annehmen; hie-durch lud sich die Platte, wie auf die gewöhnliche Weise.Das Neibzeug, wird durch das Glas, eines Theils sei-nes elektrischen Fluidums beraubt, sobald man zu rei-ben anfangt, und raubt es daher sogleich der Seite Istund das Glas bringt der Seite -ä. diese lange Zeit wie-der entstehende Menge von elektrischem Fluidnm, soes dem Rcibzcuge raubt. Dieser Gang ist bey meinemApparat sehr deutlich, wo die respcktiven Modifikationender beyden Seiten der Platte bestandig angezeigt wer-den: man sieht hier besonders, daß die Seite Ist elektri-sches F 'MdllM verliert, ehe die Seite /V dergleichenerhalt, und daß sie immer ein wenig mehr negativ bleibt,als die andre positiv wird; so wie umgekehrt bey dergewöhnlichen Ladung, die Seite mehr positiv wird,als die Seite Ist negativ.
§. 294.
Um die Modifikationen des elektrischen FluidtlMs,mit denen bey den Wasserd'.msien zu vergleichen, mußman jedesmal durch Kunst, bey dieser leztern etwas er-gänzen, was jenes erstrc von Natur hervorbringt. Umalso diese Ladung der Platte durch analoge Modifika-tionen bey den Wasserdünsien vorzustellen, muß mansowohl die natürliche Jsvlining ihrer beyden Seiten,
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