Von dem elektrischen Flnidum. 205
siehe ich, wenn man sie wechselsweise mit dem Boden inVerbindung bringt. Ein erstes Berühre!', der BelegungL. würde keine Wirkung hervorbringen, weil ihr elek-trisches FluidUM schon mit dem Boden im Gleichgewichtist. DaS erste wirksame Berühren geschieht also bey derBelegung weil man ihr dadurch die Menge des elek-krischen FluidumS raubt, was sie über den elektrischenZustand des Bodens besaß. Sie wird sich also sodannmit ihm in elektrisches Gleichgewicht setzen, indem siejedoch immer einen Uebcrsiuß an elektrischer Materiebehält, die aber auf dieser Seite der nicht leitendenPlatte aus Mangel an sortleitendem Fluidnm unbe-weglich bleiben wird, das Mittel ihr eine neue Mengevon diesem Fluidum zu verschaffen, ist, das man als»dann die Seite It. berührt: dann der Verlust dessen, wasdurch diese erste Entladung in den Boden fließt, ist demganzen Apparat gemein; und also ist das elektrischeFluidum der Belegung lt. mit dem Boden nicht mehrim Gleichgewicht: wenn man also sodann diese Bele-gung berührt, so wird sie wieder elektrisches hchildUMaufnehmen, bis das Gleichgewicht mit dem Boden wie-der hergestellt ist. In dieser zweyten Operation zerscztsich ein Theil des elektrischen Fimdums, das aus demBoden kömmt: sein sortleitendes FltiidUM geht durchdie Platte, um sich auf die Seite B. zu begeben, unddadurch sezt es elektrische Materie auf der nicht lei-tenden Seite k. ab, und entreißt der Seite rä. davonetwas, das es in seine Belegung als elektrisches Flui-dum, überbringt: so daß der Apparat sich beynahe wie-der, wie in dem Zustande vor dem ersten Berühren be-findet , und man also dieselbe Operation wiederholen kann.
H. -S-.