Druckschrift 
Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

2oo II. Abtheilung. III. Kapitel.

Dritter Abschnitt.

Won den Phänomenen der Lcidner Flasche und derKleistischen Platte.

§. 286.

dem allgemeinen Phänomen der elektrischen Ein^siti sse zeigt sich am deutlichsten die Analogie des elektri-schen Fllildlllns, mir den Wasserdünsten d. h. seineDunsknalup. Ich habe schon oben gesagt, daß ich esder Theorie von H. Volta verdanke, diese Aehnlich-keit wahrgenommen zu haben; ich will hier aber darausdasjenige Gesetz anführen, welches mich darauf gebrachthat. Man hatte schon lange den Einfluß der clektri-sirten Körper, auf die benachbarten entdeckt, und selbstseine Gesetze ziemlich gut bestimmt. Durch diese Entdeckungist aber die allgemeine Theorie der elektrischen Phänomenenicht viel weiter gekommen; weil man einen andern Um-stand nicht bemerkt hatte, den Hr. Volta beobachtete,und welcher bald vor seinen Augen derselben Theorie einegroße Menge Phänomene unterwarf, die bisher an nichtsgebunden waren. Dieser Umstand, woran ich auch so-gleich einen von den Gangen dcrWassepdünste erkannte,ist die Modifikation, welche der elektrisirte Körper selbsterleidet, wenn er den elektrischen Zustand der benach-barten Körper modificirt. So z. V. wenn ein positivclektrisirter Körper, einen benachbarten Körper, dermit dem Boden in Verbindung war, zu dem negativeilZustand brachte; so ist der positive Zustand des erstemgeschwächt, und er bleibt in diesem Zustande so lange,als der andre Körper in seiner Nachbarschaft ist; er kömmtaber in den vorigen Zustand zurück, sobald man diesenKörper entfernt. Dies ist das eigene Gesetz der Theorievon Hr. Volta ; worunter sich dadurch alle Phänomene

der