Vom Feuer.
sie aber beyde noch nicht versucht. Es keim darauf an,mit verschiedenen Arten von Flüssigkeiten dieselben Ver-suche zu wiederholen, die ich mit dem Wasser gemachthabe, um die comparativen Gange des Thermometersund der Wärme zu suchen, und dadurch zu sehen, objede Flüssigkeit denselben Gang anzeigen würde, welchesnicht gewiß und zu wissen wichtig ist. Indeß will ich,nach der Ungewißheit, worinn wir in Betracht der Wir-kung der Vcrandrungcn der Temperatur auf die Ka-pacitäten der Substanzen schweben, mitHr. de la Placeschließen, daß es ein neuer Grund ist, die Meynung,welche die absoluten Mengen der Wärme, der spe-cifischen Warme proportional annimmt, d. h. den,auf die bisher gewöhnliche Art geschlossenen Kapacitä-ten, zu verwerfen.
§. 225.
Ich komme auf eine dritte Ursache, diesen Grund-satz nicht anzunehmen. Wenn man mit Gewißheit ge-funden hatte, daß die Kapacität des Wachers, umeine gewisse bestimmte Menge größer ist, als die des Ei-ses; so dürfte man doch nicht schließen, daß jeder Ver-lust der Wärme, den man beym Schmelzen des Eisesbemerkt, von diesem Umstände herrühre. Denn manmüßte noch wissen, was die absei Ute Menge der Wär-me des schmelzenden Eises wäre; und zeigen, daß derbemerkte Verlust an Wärme, ein aliquoter Theil da-von, und dem Verhältniß der beyden Kapacitäten gleichsey. Die Anhänger des Systems, das ich jezt prüfe,zweifelten so wenig an seiner Gründlichkeit, daß sie so-gar aus diesem Verlust an Wärme den sie erklären soll-ten, die gänzliche Menge der im Eise enthaltenen War-me schlössen. Indessen hatte jeder von diesen Punktenauf gleiche Weise einen direkten Beweis nöthig, ehe er
K 5 dazu