146 II. Abtheilung. II. Kapitel.
§. 215.
D. Crawford hat mir vor kurzem berichtet; daß,da er mit vieler Sorgfalt die Versuche bestätigt habe,welche dieser Tafel zum Grunde dienen, er in Absichtihrer Natur ähnliche Resultate mit mir, gefundenhätte, die aber in Absicht der Menge etwas verschiedenwären, d. h. daß der Gang des Quecksilbcrthermome-terö, nicht so sehr von dem Gange der Wärme abwei-che, wie ich es nach meinen Versuchen bestimmt habe.Dies ist leicht möglich, denn indem ich diese Versuchebeschrieb, äußerte ich selbst dabey Zweifel, über ihreGenauigkeit. Ich habe aber nicht weniger Grund, ausdieser ersten Betrachtung zu schließen, daß, als man dieso große Hypothese in der Physik, daß alle freywilligePhänomene der Wärme, von den Verändrungcn in denKapacitäten der Substanzen herrührten, ersann; mannoch sehr entfernt war, die gehörigen Angaben, um siefest zusetzen, zu haben. Dies wird sich noch besser ausandern Betrachtungen ergeben, die ich dieser erstcrnbeyfügen will.
§. 216.
Wenn man von dem Gange des Thermometersversichert wäre, und es einen merklichen Unterschied, zwi-schen den durchs Eis und durch das Wasser in derÄöarme einer dritten Substanz hervorgebrachten Mo-difikationen angezeigt hätte; so könnte man doch darausnoch nicht schließen, daß dieser Unterschied von einer ver-schiedenen Kapacität des Wassers und des Eises her-rühre: denn er könnte auch durch eine Vcrändrung inder Kapacität der dritten Substanz entstehen, welcheman bey verschiedenen Temperaturen nothwendig ge-braucht. Dies ist ein Punkt, den man noch nicht be-stimmt