iz6 II. Abtheilung. II. Kapitel.
§. 198.
Visher habe ich nur den Gang vorgetragen, woherdie große Erleuchtung bey dieser Lampe entsteht: dieswar aber nicht das einzige Stück, was man bey denLichtern verlangte. Die specifische Schwere der flpcnLuft, welche die gewöhnlichen Lichter hervorbringen,trägt immer mehr und mehr zu ihrem matten Lichte bey,in Zimmern, die bey einer zahlreichen Gesellschaft, sehrerleuchtet seyn sollten, und macht hier die Luft ungesund.Gebraucht man aber jene Lampen, so wird die schädlicheLuft immer nach der Decke des Zimmers steigen, unddurch die obern Oeffnunge» entweichen, ihre Stelle aberwird durch frische Luft crsezt werden, welche durch dieuntern Oeffnungen eindringt. Daher wird man, sowie die Lumpen , immer frische Luft bekommen. Mankönnte sogar diese Wirkung, für große Gesellschaften,Hospitaler, Schiffe, Gefängnisse, noch befördern, imdem man der Luft gehörig vertheilte Oeffnungen machte:und alko durch die Ursache selbst, welche die Luft mitvcr-darb, die besten Ventilators erhalten. Es ist also fürunterrichtete Personen, und vermuthlich endlich auch fürdas Publikum klar, daß Hr. Argand durch seine Lam-pen der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen hat*).
§. 19?.
*) Einige Leute, die vermuthlich auch an der entstehendenManufaktur, woraus sie weder Zeit noch Geld iwchFleiß verwandt haben, Theil nehmen wollten, habenausgesprengt, das; Hr. Argand nicht der Erfinder vonder Lampe, die er in dies Land gebracht hat, wäre.Ich muß also als Zeuge melden; (welches auch einegroße G°Hll'>chaft mit mir bestätigen kann) daß es vordem Gerichtshöfe, welcher über das Patent von Hr.Argand entschieden hat, außer Zweifel gesczt ist, daß
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