lS) II. Abtheilung. II. Kapitel.
§. i88.
Die erste dieser Thatstichen, habeich vom D. Lind.Man kannte die Geschicklichkeit der Chinesen in der Py-rotechnie; man wußte aber, wie ich glaube, nicht alleGeschicklichkeit, die sie bey der gewöhnlichen Verbren-nung ausüben, um aus den brennbaren Körpern mehrNutzen zu ziehen. Der D. Lind, welcher auf einerReise nach China, hier die Künste der Chinesen mit schar-fen Augen beobachtete, war hierauf besonders aufmerk-sam. Wir thun dasselbe, bey unsern Schmieden, umdie Hitze zu vermehren; wir thun es aber vielmehr inder Absicht, viel Hitze auf einmal hervorzubringen, alsviel im Ganzen zu haben; und wir erstrecken es nicht,wie die Chinesen, auf unsre tagliche Ockonomie, ummit derselben Menge von Jnflammabitien, so viel Hitzeals möglich hervorzubringen. Vermuthlich wurden siehierauf gebracht, weil die brennbaren Substanzen inihrem Lande nicht so überflüssig sind, als bey uns. Oftbrauchen sie da nur Stroh, wo wir Holz oder Kohlengebrauchen. Sie geben sich aber die größte Mühe, alleerzeugte Wärme, auf die Substanzen, welche erhiztwerden sollen zu vereinigen, und hier zu erhalten. Her-nach blasen sie ohne Aufhören, auf die Znflammabilien,so lange sie brennen: denn sie sagen, je lebhafter ihreFlamme ist, desto größer ist die totale Wärme, die siehervorbringen; d. h. daß sie weit weniger erzeugen, wennsie langsam brennen, als wenn sie schnell verzehrt wer-den. Macht nicht, auf diese Weise, der Grad derWärme, wozu die Znflammabilien gelangen, daß sieentzündbare Luft, bey der brennenden Wärme, er-zeugen; wodurch sie, indem sie sich selbst zersezt, diedephlogistisirte Luft zerlegt?
§. 189-