126 I?. Abtheilung. II. Kapitel.
des Phosphors zersezt, so wird dos Feuer dadurchfrey, und geht in größrcr Menge aus dieser Lllft. Wennman bey der Kohle ober, mit dem D. Cra'.vford nichtannimmt, daß die, durch Verbrennung dieser Substanzhervorgebrachte Wärnie, nur von dem Unterschiede derKapacität der dephloMisirtcn und siren Luft her-rühre, welches nicht wahrscheinlich ist; (§. 166 ff.)so muß nothwendig das Feuer, welches sich in dem Ver-suche äußert, von der Kohle selbst herrühren: denn daseinzige fremde Feuer, das hieran Theil nahm, war das,was das glüende Ende eines Eisendraths, einer kleinenMenge Phosphor mittheilte, der ein kleines Stück Zun-der, und dieses die Kohle anzündete.
§. -82.
Wenn sich die dephlogistisirtc Luft durch das Ver-brennen zerstört, so bringt die brennbare Substanz erst-lich entzündbare Luft hervor, zu deren Bildung dasFeuer was sie enthalt, angewandt wird. Die dephlo-glstisirte Luft, zerstört sich aber nicht immer, und esscheint, daß alsdann nur ihre Verrichtung sey, die merk-lich schwere Substanz, welche in die Zusammensetzungder brennbaren Luft eingeht, aufzunehmen; dadurchentbindet sich das Feuer, ohne diese leztre Luft zu bil-den. Alsdann, sage ich, findet man statt der dcphlogl-stifteten Luft, stre. Und überhaupt begegnet dies, derersten von diesen Luftarten, wenn, durch noch sehr dunkleVerbindungen, eine Substanz, die der brennbaren Lustgehört, und Phlogiston heißt, sich mit ihr verbindet,ohne sie zu zerstören. Dies scheint wenigstens aus denvielen Versuchen von Hr. Kirwau zu entspringen, vondem die Chemie schon so viel erhalten, und nochvielüberdiesen Gegenstand zu erwarten hat.
§. '8Z-