Druckschrift 
Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
124
Einzelbild herunterladen
 

124 II. Abtheilung. II. Kapitel.

H. '79-

Dies Phänomen des F-.'licrs an dem Eise, baSsichin Wasser verwandeln will, ist eines von den wichtig-sten bey der Jheorie von der Wärme, weil es deut-lich, einfach und bestimmbar ist. Ich habe es in mei-nem Werke über die Modifikationen der Atmosphärefestgesezt, wo ich Versuche, die ich im Winter von 1754bis 1755 über die Entstehung des Eises und sein Schmel-zen anstellte, erzählt habe (§. 4?8- e). Das Phäno-men ist folgendes: Ich ließ Wasser in Trinkglasern gefrie-ren, in welche ich Thermometer gestellt hatte, derenKugeln dadurch mit Eise umgeben wurden, und indemich hernach diesen kleinen Apparat ans Feuer brachte; sostiegen die Thermometer bis zu dem Augenblick, da dasEis im Begriff war, zu schmelzen. Alles Feuer aber,was hernach ins Eiö drang, hörte auf, auf die Ther-mometer zu wirken, indem es um Wasser zu machen,verbraucht wurde: unterdeß das; das sticht, welches sichzu gleicher Zeit von den brennbaren Theilen bcfreyetc,durch daS Eis fortstrich. Ich werde auf diese compara-tiven Phänomene zurück kommen, indem ich sie hier nurdeswegen erzahlt habe, um ein Bcnspiel von dem Unter-schiede der Verwandschaften des Feuers und des Lichtszu geben.

Vierter Abschnitt.

Von den Phänomenen der Warme, welche das Vettbrennen begleiten.

§. 180.

^as Feuer hat also eigne Verwandschaften, undgeht dadurch in die Zusammensetzung der meisten Sub-stanzen der drey Klassen, der festen, flüssigen Körper

Md