Vom Feuer. 119
der Stöße, nach gegen die Axe gleich geneigten Linien,nicht mehr im Gleichgewicht, und der kleine Körper ver-ändert unaufhörlich die Richtung in seiner Bahn. Manbegreift auch leicht, das? nach dem Theile des kleinenKörpers, wo der Zusatz geschehen ist, und nach der Ge-stalt des zugescztcn Theilchens, die Verändrungen in derRichtung nicht nur mehr oder weniger beträchtlich, son-dern auch zugleich von mehr als einer Art, seyn können.
§. 172.
Auf diese Weise wird also das Licht, Feuer: Esvereinigt sich mit der Substanz, die ich Feucrmateriegenannt habe; und durch diese Verbindung entsteht eineGruppe, die, anstatt derselben Richtung in ihrer Be-wegung zu folgen, unaufhörlich die Richtung so ändert,daß sie Schncche'NliNle'N beschreibt. Aus dieser Verän-drung erwächst erst der Unterschied der Eigenschaften,welche diese beyden Flüssigkeiten, wenn sie frey sind, äus-scrn; das freye Licht bringt Hcllheit hervor, das freyeFeuer, Warme. Es entstehen aber daraus fernersehr mannichfaltige Phänomene von einer andern Klasse,durch die Verandrung der Verwandsthaften; indemdie des Feuers, von denen des Lichts, sehr verschie-den sind: und aus diesen respektive» Vormundschaftenbeyder Substanzen, entspringt ein großer Theil der Phä-nomene der Hellheit und der Warme. Denn da dasLicht, in der chemischen Verbindung im Feuer undmch-rern andern Substanzen, unserm Auge entwischt, undnur wieder zum Vorschein kömmt, wenn diese Substan-zen sich zersetzen, so entwischt gleichfalls das Feuer, odererscheint wieder am Thermometer , durch mannichfabtigc Zusammensetzungen und Zersetzungen, die ihm eigensind; woraus eine große Anzahl von den Phänomenender Warme hervorgebracht wird.
H4 §-l?Z.