Vom Feuer.
Physiker gegeben haben, will ich sie, die Wirkung desfreyen Feuers in andern Substanzen nennen. Ichwerde dies Wert also nie als ürlaehe nehmen; sowieich, im vorigen Kapitel nicht das Wort Licht, sondernHellheit, um die Wirkung des Lichts zu bezeichnen, ge-braucht habe. Ich habe sehr oft in physikalischen Schrif-ten, die über diese Gegenstände handelten, eine großeDunkelheit aus der Verwirrung dieser Begriffe entstehensehen; sogar zuweilen anscheinende Erklärungen, die,wenn man genau die Wirkungen von den Ursachentrennte, keine Wirklichkeit hatten. Da ich also immervon dem Licht als einer Substanz geredet habe, derenWirkung ich Hellheit nennte, in soweit sie unser Ge-sichtsorgan betrift, so werde ich ebenfalls vom Feuer alseiner Substanz sprechen, die im freyen Zustande einebesondre Wirkung, nämlich die Wärme hervorbringt:deren Unterschiede das Thermometer abmißt.
§. I5Z-
In dieser Bedeutung ist die Warme allgemein be-trachtet, nichts anders als der wirkliche Grad der aus-dehnenden Kraft des Feuers ; denn unmittelbar von sei-ner ausdehnenden Kraft rühren die mechanischen Wir-kungen des freyen Feuers her. Da aber die Ausdeh-nung der Substanzen das sichtbare Zeichen seiner Wir-kung ist, und also durch die Unterschiede des Volumens,die Flüssigkeit des Thermometers, uns die Unterschiededer Warme anzeigt; so habe ich sie oben, die Wir-kung des freyen Feuers in andern Substanzen, ge-nannt; um der Gewohnheit, in den Substanzen selbst,die Modifikation, welche man Wärme nennt, zu be-trachten, nachzugeben; welches man am öftersten thut,indem man denselben Namen ihrer Ursache giebt.
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