Druckschrift 
Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

Von Dünsten.

75

Fallen des Regens an, verglich das Feuer mit demleichten Körper, das in der Luft bleibt und sie ausdehnt,und zeigte: daß dieses Fallen nichts im Gewicht derSäulen auf ihre Basis änderte. Wie also die Hypo-these ohne Grund war: se> bewies ich ferner, daß, wennman sie auch annähme, sie doch nicht die Phänomeneerklärte. (Unters, über die Modifikation der Atmo-sphäre. §. 160. u f.).

§. 101.

Ich prüfte daher die meisten meteorologischen Hy-pothesen , indem ich sie mit den Phänomenen der wasse-riglcn Dünste verglich, und mit dem, was ich darausauf ihre Natur und Modifikationen geschlossen hatte. Daich nun bey diesen Prüfungen immer mit den Verhält-nissen dieser Dünste gegen die Luft, ihren Achnlichkei-ten und Verschiedenheiten beschäfftigt war; so konnte ichnicht umhin, zuweilen daran zu zweifeln, daß die Lusteine einfache Substanz wäre; indem mir viele von ih-ren Phänomenen durch einfache mechanische Wirkungeneines ausdehnbaren Fluidums unerklärlich schienen.

§. IL2.

Ich war daher schon vorbereitet, alles was die er-sten Versuche des D. Priestlcy, uns über die verschie-denen Luftarten, ihre Zusgmmcnsetzungen und Zer-legungen lehrten, begierig aufzunehmen, und mit größ-ter Aufmerksamkeit zu untersuchen: und diese Phänomeneschienen mir seitdem eine Stuffenlcitcr zu seyn, um inder Reihe der physischen Wirkungsmitte! aufzusteigen.Ein Umstand, der mich bey diesen Versuchen noch rührte,war, daß sich die Hilze, es sey freywillig oder auf dieSubstanzen angewandt, dabey immer im Spiele fand:und da ich schon lange gewohnt war, das Feuer, als

eine