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Erster Theil (1787)
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l. Abtheilung, Zll. Kapitel.

hygroskopischen Gang. Wenn man cS nach der Längeder Fasern nimmt, giebt es vortreffliche federn, dienicht nachgeben , wenn man sie nicht durch zu starkesBiegen oder durch Warme verändert. Der kleine Zu-sammenhang, welcher seine Maschen bildet, ist also sehrstark, und seine Fasern sehr elastisch, daher sie immersuchen wieder parallel zu werden, wenn die Fcucht-hcit ihre Maschen verläßt: daher i emmt es durch einer-lei) Grade der Feuchtheit wieder aus denselben Punkt.

§. 7l.

Nach dieser leztern Bemerkung wunderte ich mich,daß ich bey den Streifen von Federn, die ich schrau-bcnwcisc und also in dieD.licerc ihrer Fasern nahm,keine Beständigkeit fand; weil doch diese Substanz nachder bange so viele Elasticität besizt. Wie ich hierübernachdachte, fiel mir ein, daß die Veränderungen, welcheich an meinen Fedcrhygrometcrn bemerkt hatte, voneiner Schwingung herrühren konnten, so ihre Strei-fen beym ersten Eintauchen ins Wasser behielten, undwelche allmählig verschwände. In der That waren dieVeränderungen, wovon ich rede, eine absolute Verlän-gerung der Streifen.- ich fand sie immer länger, wennich sie wieder ins Wasser sezte. Ich machte sie also nochzarter, damit die Schwingungen desto eher aufhörten,und es glückte mir völlig, wie ich meine praktischen hn-grometriseben Arbeiten wieder vornahm. Ich fand also,daß die Feder wie das Fischbein, immer zu derselbenLänge im Wasser zurück kömmt, und dies läßt Michhoffen, daß hieraus, wenigstens in Rücksicht seinerBeständigkeit, ein sehr gutes Hygrometer werdenkann.

§. 72.