z8 l. Abtheilung. III. Kapitel.
Trockenheit sich da finden, wo das Feuer in solcherMenge ist, daß es den andern Substanzen allesmit ihnen hygroskopisch verbundene Wasser entzie-hen kann. Und wenn dennoch, in welchem llcbcrflusseauch das Feuer zugegen sey, die hygroskopischen Sub-stanzen ihren Antheil an Wasser behalten; so kann mandoch das Slühendwcrden, als einen äußersten Punktdes Uebermaaßcs an Feuer ansehen, wo die Trveken-he t am größten ist. Diesen Begriff machte ich mir gleichanfangs, von einem festen Punkt der Trockenheit:ich sahe ihn aber lange als blos idcaNsch an, weil mandas Hygrometer einem solchen Grade der Hitze nicht aus-setzen kann. Ich wollte darauf die größte Trockenheitdurch den leeren Raum hervorbringen, und ich dachtesogar auf Mittel hier gewisse Grade der Feuchtheit zuerzeugen: bey der Ausführung fand ich aber fast unübcr-steigliche Hindernisse. Ich sann daher auf Mittel, ein,durch einen einzigen festen Punkt vergleichbares Hy-grometer zu verfertigen. Endlich geriet!) ich aber aufeine Idee, welche das erste und sicherste von diesenMitteln ins Werk stellte; ich theile hier den Grunddavon mit.
Wenn eine hygroskopische Substanz, welche deshöchsten Grades des Glühens fähig ist, bis zu ihm ge-langt; so ist sie in der That auf einem festen Punkte derTrockenheit, den man als den größten ansehen kann.Ist diese Substanz von solcher Natur, daß, wenn sie nunalle ihre Feucbtheit verloren hat, sie dieselbe sehr lang-sam durch alleinige Vermittelung der Dämpfe wiederannimmt; so wird sie einen großen Theil dieser Wärmeverlieren können: so daß sie z. B. unter eine Glasglockegebracht werden kann, ohne merklich Feuchlheit wie-der