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machte sich Vorwürfe über Vorwürfe, und vergoß überseine Unvorsichtigkeit die bittersten Zähren. Morgen(sagte er) soll der Baum abgehauen werden, daß ichihn nie wieder anblicken, und der Anblick diese schmerz-hafte Wnndc wieder in Zukunft aufreisscn kann. Ichrciscte gleich darauf weg, und als ich jüngst den Ortwieder Paßirte, besuchte ich meinen Freund, den ichüber den Verlust seines Karls noch ganz untröstbarfand. Allein der Baum stand noch da; ich frug ihn,warum er ihn nicht habe abhauen lassen? O meinFreund, (antwortete er) ich habe der Sache nachge-dacht; meine Kinder sind eines thcils, da Sic die Ur-sache von Karls Tod wissen, jetzt vorsichtiger, und fo-dcrn selten Acpfcl, und höchstens denn, wenn Sic ausder Schule komme»; ich denke auch, da ich in meinenErmahnungen von dieser traurigen Geschichte öftersGebrauch mache, daß ich künftig dergleichen nicht wie-der zu besorgen habe. Etwas Freude müssen die Kin-der doch haben, und es ist besser, daß Sic solche untermeiner Aufsicht genießen, als wenn ich sie mir vomHalse schaffte, und in fremder Nachbarcn Häuser
schickte.
Was glauben Sic, meine wcrthe Freundinn! warder Doctor in obigem Falle zu tadeln, daß er dieAcpfcl ganz verbot? — war es nicht eine natürlicheFolge des gerechten väterlichen Schmerzes, daß derBaum sollte bis auf den Grund abgehauen werden?— und endlich war die letzte Reflexion des nachden-
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