K4
Kirche und Schule unter den Acpfclbaum zu schleichen,und in den vier ersten Tagen lag Karl nebst drei an-dern schon krank zu Bette. Der äußerst darüber be-sorgte und sich kränkende Vater ließ einen Arzt kom-men. Dieser äußerte, daß sich alle sechs Kinder mitAcpfeln den Magen verdorben hätten, er wollte zwarwas verordnen, und verspräche auch baldige Genesung,aber er müste seiner Pflicht gemäß durchaus daraufbestehen, daß den Kindern nicht ferner erlaubt würdeAepfcl zu essen. Der zärtliche Vater war äußerst dar-über betroffen, und frug mich, ob ich nicht glaubte,daß Aepfcl gesund wären? Ich antwortete, ja, wennsie mäßig gegessen werden. Und (crwicdcrte der Va-ter) der Doctor will es doch durchaus nicht. Ich frugihn darauf, ob er den Kindern denn nun gar keinegeben würde? Eh denken Sie doch (antwortete er) dieKinder sind nun einmal daran gewöhnt, ich habe sieimmer so gut damit zur Arbeit gckrigt: wenn ich sieihnen ganz entziehe, so schrcycn Sic sich den Halsab, und wie kann ich immer mit der Ruthe daraufliegen? Zwar, weil der Doctor sie verboten hat, sowill ich jedem den Tag über nur zwcy geben. Alsosehen Sie jetzt (crwicdcrte ich) daß der Doctor scharfin der Verordnung sehn muste, denn er wüste wol,daß der zärtliche Vater seine Verordnung überschreitenwürde. Der Doctor kam den folgenden Tag wieder,Karl ward schlimmer, und im vierten Tage starb er.Der Vater kam vor Schmerzen fast von Sinnen, er