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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
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steht, öffentlich über die Straße zu gehen, nm ihm,(weil er nun einmal da ist, und er so wenig, als seinVergehen, wenn er eines begangen, zernichtet werdenkann), sein Schicksal zu erleichtern, und so das Böse,was an ihm ist, mit der Zeit vielleicht ganz auszu-löschen.

Eben so, meine Thcurcstc! verhält es sich mitunseren Lustbarkeiten. Wenn z. B. unser zwölfe mitgleichen Grundsätzen und Gesinnungen versehen, sichanficngcn anzubauen, wenn wir so denn uns zu einemGanzen bildeten, und durch allerlei) Erfahrungen sobelehret und klug, wie jetzt, uns eine ganz eigene bür-gerliche Verfassung für uns und unsere Nachkommengeben wollten; so würden wir freylich alles dasjenige,was zu Mißbräuchcn Anlaß geben könnte, aus unse-rem Plane wegzulassen suchen. Aber wir müsten denndoch auch darauf denken, daß unsere Nachkommen sichmit der Zeit vermehren, ihre GcmüthSartcu und Lei-denschaften verschiedener, und so die Bedürfnisse zuihrer Erhaltung mannigfaltiger unter Ihnen werdenwürden. Und was blieb uns da denn übrig? nichts,als unseren Sinnen in ihren Fcycrstundcn solche Sa-chen aufzutischen, die nichts schädliches, sondern auchan und vor sich selbst was gutes würkcn. DiesenGang von Ideen haben unsere Vorfahren auch keincs-wcgcS verfehlet; die Griechen nahmen den vcrschicdcnt-lichcn Reiz der Ehre zur Grundlage, und zum Inter-esse ihrer Schauspiele; der Zuhörer ward durch die