Etwas zufälliges, bei» Gelegenheit der Winter-Lustbarkeiten.
An eine Freundin».
Ihre Anfrage samt ihren eigenen Reflexionen,womit Sie crstcre begleiteten, hat mir eine angenehmeStunde verschaffet, und in diesem Augenblicke, da ichihren schätzbaren Brief beantworte, thcurcstc Freundinn!suhle ich die Wolthätigkcit, und den Werth der Quelleimmer mehr, woraus ihre Betrachtungen geflossen sind.Kein säuselnder Westwind wehte über ihr Haupt, alsSie darüber nachdachten, und das Resultat ihres Her-zens aufschrieben; Sic tränkten auch in dem Augen-blicke ebenso wenig eine absterbende Rose mit dem Thauihrer Thräncn; nein meine Beste, nichts riecht in ih-rem Briefe nach der modernen Empfindsamkeit. Siezeigen mir vielmehr, daß Sic mit Seele und Kraftschrieben, daß Sic die beste Anlage haben, eine Mut-ter zu werden, die glückliche Kinder erziehen wird.Doch nun zur Sache selbst:
Sic fragen mich, ob ich auch diesen Winter zurKomödie und Maskerade gehen, oder statt dessen ihreLcsegcscllschast besuchen und Ihnen des Herrn Prof.Ehlers Betrachtungen über die Sittlichkeitder Vergnügungen vorlesen wollte? Ich erklärediese Frage so, daß Sie gegen jene Lustbarkeiten washaben, welches Ihnen die Betzwohnung davon bedenk-lich macht, und da Sic mir den Grund davon cigcnt-