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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
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psinden und nachdichten, so lange du nicht selbst, oderbloß zum Zeitvertreibe Freuden genossen hast. AlleVergnügungen am Hofe und in den guten Gesellschaf-ten sind wie die Freude des Kaisers, wenn er denPflug treibt, Spiclwcrkc des Kindes, nicht Freudendes Mannes.

Du sprichst vom Tanzen und untersuchst, ob esein anständiges und erlaubtes Vergnügen scy; aberder Cirkcl, worin dein Nichtcrstuhl steht, ist ein engerBallraum in der Stadt, worin einige Müßiggängerhcrumhüpfcn, und sich von der Eitelkeit spornen lassen,weil sie kein Bedürfnis sich zu bewegen empfinden.Warum gehst du dafür nicht in die Schncidcrschcnkc,und siehst, wie die Leute, die eine Woche mit unter-geschlagenen Beinen ans einem Tisch gesessen haben,ihre Glieder gerade dehnen? Warum folgst du nichtdem Schuster, der einen Monat lang vom frühestenMorgen bis zum spätesten Abend krumm in einer en-gen Werkstatt gesessen, und jetzt im Freien athmct?Warum gehst du nicht in die Dorfschcnke, und- lernstdich mit Männern freuen, die unt dem Stolze einerwohl und mühsam zu Stande gebrachten Arbeit sichder Erholung widmen? Hier würdest du sehen, wiedie harmonische Bewegung des Tanzes den steifenGliedern Geschmeidigkeit giebt, und die Menschenkin-der erheitert, die einen Tag und alle Tage aus einemJoch in's andere gespannt werde». In der Arbeithielten sie ihren Sklavcngang, und schienen nur Ma-