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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
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treib. Freuden, wie gesagt, sind nur da, wo wahreBedürfnisse ans eine angenehme Art befriedigt werden,wo Hunger zu stille» und Durst zu löschen ist. Nurda weiß man, was Rasten am siebenten heißt, wo mansechs Tage von einer Dämmerung bis zur andern imJoche gezogen hat.

Und was ist der Hof und die schöne Gesellschaftgegen die Welt und ihre Freuden! dem Landmannund dem Bürger mußt du in seiner Ruhe und in sei-nen Lustbarkeiten folgen, wenn du Freuden kennen ler-nen und bcurthcilcn willst. Wate selbst einen Tagund mehrere Tage in heißem Sande, wenn du dieFreuden eines kühlenden Bades genießen willst. Znden arabischen Wüsten kannst du lernen, was es seh,am Abend eine Hütte und ein Bett in derselben, einBöcklcin von der Heerde wohlbcrcitct zu finden. Aberwer in einem wohlbcspanutcn Wagen von einem Präch-tigen Gasthof zum andern reiset und überall antrifft,was er wünscht, der weiß es nicht, was es ist, nachfrischem Wasser lechzen, und eine frische Quelle fin-den. Er badet sich auch, aber genießt das Bad nicht;er ißt und trinkt auch, aber nicht wie Philemon undBaucis; er fühlt nichts von der Dankbarkeit, womiteine gastfreie Aufnahme den müden Wandcrsmann daerquicket, wo es sonst keine Herberge giebt. Nur dar-um sind uns die alten Dichter so schön, weil sie Be-dürfnisse gefühlt und gestillet haben, und dann vonEmpfindungen überfließen. Du kannst nur nachem-