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Reliquien von Justus Möser und in Bezug auf ihn
Entstehung
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XXIV
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dem er uns die alten Sänger bewundern läßt, dierein und menschlich empfanden wie er, Bilder wiedie im homerischen Schilde würden hier nicht am Ortgewesen sehn; er mußte den scinigcn ein niederdeut-sches Colorit geben. Nun aber geht sein Weg vondem des Dichters ab; dieser will nicht unmittelbarbelehren; das war Möscr's Absicht. Dabei fühlte er,daß das gewöhnliche moralische Predigen wenigerEingang finde und leicht ermüde; er erfand eine Art,einen Ton, bei denen er dieses nicht zu furchten hatte.So entstand seine vortreffliche Schreibweise; und durchähnliche Betrachtungen veranlaßt, mag Goethe dasWort gesprochen haben:daß Moser die mannigfal-tigsten Formen erfand, die man poetisch nennen könnte,und die gewiß in dem besten Sinne für rhetorischgelten müssen."

Welche schöne, menschliche Gesinnung aus diesem,wie aus vielen ähnlichen Aufsätzen hervorleuchtet, brauchtnicht weiter gesagt zu werden; das fühlt sich unmit-telbar. Wie glücklich würde jeder Kreis von Men-schen unter einem Aufseher und Lenker sehn, der inihre eigentliche Natur, in die hieraus fließenden Be-dürfnisse cinzugchn, sie zu vermitteln wüßte! Die Er-kcnntniß hatte Möscr im reichsten Maße; wer zwei-felt, daß die Ausführung erfolgt sehn würde, wennihn sein Geschick auf einen Platz gestellt hätte, woeine Verwirklichung so edler Phantasien möglich war?