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unbekannten Fremdlings gar wohl auf, indem eineBesorgnis, die sie gehegt, durch diese Erklärung vor-läufig gehoben worden."
Dieser Brief, in dem Jahre geschrieben, wo dieLeiden des jungen Weither erschienen, ist be-sonders interessant, weil er mit einem Ercigniß zu-sammenhängt, welches von der grossesten Bedeutungfür Gocthc's Leben war. Wem ist nicht aus desDichters Biographie bekannt, dass es vorzüglich einGespräch über die Patriotischen Phantasicen war, wasden jungen Herzog von Weimar und dessen Begleiter aufGoethe aufmerksam machte und ein Verhältnis grün-dete, das in seinen Folgen so sehr bedeutend werdensollte! Dann gehört dieser Brief zu den wenigen, dieaus des Dichters frühester Periode übrig find; undgehören wir auch kcincswcgcs zu denjenigen, die diespäteren Briefe desselben nicht gelten lassen wollen,die stch nicht darein finden können, daß auch! der grosseDichter alt wird und, nachdem er ein langes Lebenhindurch des Geistigen volle Genüge gehabt hat, stcheiner kräftigen, derben, treuen Natur erfreut und mitTreue ihr anhängt^): so erkennen wir doch auch den
*) Hicmit wollen wir nicht sagen, es habe Zeltern anGeist gefehlt. Wie wäre es mir denkbar, daß Goethe stchmit einein an Geist armen Menschen so innig hätte verbindenkönnen? — Ihm stand der Musiker, der geistreiche Com.ponist seiner Lieder, lind mit Recht, sehr hoch; er bedurfte
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