2Z»
teric über die Berge, um das im Walde ver-schanzte deutsche Fußvolk anzugreifen. DerSieg blieb jedoch so unentschieden, daß bcydeTheile auf denselben Anspruch machten. Diefranzösischen Soldaten riefen ihren Oberg«neral Villars, auf dem Schlachtfelde, zumMarschall von Frankreich aus, und LudwigXIV bestätigte ihren Ausruf. Indessen hattedoch der Prinz von Baden seine Absicht,Willars Armee von der Vereinigung mit dembayrischen Heere entfernt zu halten, erreicht.Die Franzosen giengen wieder über den Rheinzurück.
In den Niederlanden war das Kriegs-glück den Waffen Ludwigs XIV auch nichtgünstiger. Die Armee der Vereinigten, dieer daselbst zu bekämpfen halte, war damahlssehr stark. Sie bestand aus Englandern,Holländern, Preussen, Hessen, und anderndeutschen Truppen. Aber ihren größten Werthmachte nicht die Menge ihrer Streiter, son-dern ihr Obergcneral, der Herzog von Marl-borough, aus. Durch seine Gemahlin überdie Königin Anna herrschend, und durch denEroßschatzmeistcr Godolphin, den Schwieger-vater