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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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Die Birkenwald- und Birkenbaumsage als germanische Volksüberlieferung 115

langen stattgefunden haben; es war umzingelt (eireuinveirluL), Armin trägtauf Lanzen aufgespießte Römerköpfe in Sichtweite des Heeres und mag auchzur Übergabe auf Gnade und Ungnade aufgefordert haben. Dies scheint derAugenblick gewesen zu sein, von dem uns Vellejus Paterculus berichtet, daßLucius Eggius zum mannhaften Durchhalten, Cejonius aber zur be-dingungslosen Übergabe geraten und das Henkerbeil dem Schwerttodvorgezogen habe; vollends Vala Numonius läßt in diesem verzweifeltenAugenblick seine ganze Kavallerie aufsitzen, aber nicht zum heldenhaften Todes-ritt, sondern zur feigen Flucht zum Rhein. Auf diesem Wege fanden sie denVerrätertod. Und der zurückbleibende Rest? Wird es nicht doch noch zumletzten verzweifelten Kampf gekommen sein? Wenn wir dem Wink derBirken wald sage folgen, müssen wir dies in der Tat annehmen, und wennwir uns dem Bericht des Tacitus anschließen, ebenso. Denn Leichen vonRömern, die ihre Soldatenehre feige weggeworfen hatten, würde Germaniensnie und nimmer unter einem Ehrenhügel bestattet haben! So müßtedenn das Heer, das bis an den Nordrand des Borgholzes südlich Hilbeck ge-kommen war, aber auch den Übergang über denKampfbach" (Hiltbecke) nichtgewinnen konnte, sich nochmals nach Süden, zumHilligen Heck", gewandthaben. Wenn es diesenSaltus" durchschritten hatte,mußte die Entscheidung fallen zwischen demHilligenHeck" und derTodmodde". Hier nun, außerhalb des heiligen Be-zirks des Grenzbirkenwaldes, wo kein Asylrecht mehr beansprucht werden undgegenüber Heiligtumsschändern vom Schlag eines Varus nach dem strengengermanischen Ritualrechte nicht einmal gewährt werden durfte, fand danndie Vernichtung in der uns bekannten Form statt: zwischen den heiligenHainen, von denen uns außer dem Birkenwald auch noch in derLür -kerke" ein letzter Zeuge der grausigen Tragödie bis heute erhalten ge-blieben zu sein scheint; liegt doch auch diese Lürkerke mit dem Tempelnur 17M in südlich vomHilligen Heck". Demnach wäre nun auf diesemnoch nicht 2 lern breiten Raum das eigentliche Varus-schlachtfeld, das Germanicus lg n. Chr. betrat, anzunehmen.Hier hätte also Germanicus seine Bestattung derbleichenden Gebeine vorgenommen. Hier müßten wir denGrabhügel annehmen. Dürften wir vielleicht den Tempel, der jeden-falls alsHeidenkirchhof" galt, als solchen ansprechen? So kannwohl kaum auf der Grundlage des gesamten Quellenmaterials eine genauereFestlegung des Punktes, der mit Teutoburgiensis Saltus von den Gewährs-männern gekennzeichnet worden war, gegeben werden als durch diese Örtlich-keit unmittelbar nordwestlich Büderich (Budoris). Tatsächlich war ja hierder Weg, der als Durchgang durch den Grenzbirkenwald Varus und seinHeer nach dem rettenden Aliso (über Hilbeck) bringen sollte.

Als dies mißlang, sollte offenbar ein Durchbruchsoersuch zu einem andernPaß unternommen werden, zu dem der Weg über dieTodmodd e" ging.Dieser Grenzpaß nun wäre der noch 3 üm weiter westlich gelegeneVirken-baum". Dieser war aber keinHilliges Heck", sondern ein allge-meiner Durchgang. Vielleicht haben wir auch für diesen noch einenHinweis bei Tacitus. Die Überreste des Varianischen Heeres lagen in derMitte der Ebene meciiv cnirrpi. Dürfen wir irreclio nicht noch genauer

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