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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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60 Aliso vor der Varusschlacht

fahrt zu den übrigenTürmen" unternommen. Der Standort desTurmes Methler", der zwischen dem Kirchdorf und Alten-Methlergelegen haben muß, weil er archivalisch im Zusammenhang mit der dortigenFlurBunte Kuh" aufgeführt wird, konnte nicht ermittelt werden. Er mußaber an der Straße gelegen haben, die in west-östlichem Zug am Süduferder Seseke entlang über Alten-Methler an Hilsings-Mühle vorbei zumbei-laufenden Turm" geführt hat. 1 Irin westlich von Alten-Methler liegt derschon von uns genannteSante-Moritz-Teich", unmittelbar gegenüber derFlurBrüggenäcker", die schon 147V in Methlerer Kirchenakten beiv. Steinen, Wests. Gesch. Stück XII auftreten. Hier sind noch vor 25 IahrendieSpieke", Pfostenlöcher der ehemaligen Brückenpfähle, sichtbargewesen. Gleich östlich von diesen hat ein altes, um 188V von der Renteides Hauses Velmede eingeebnetes Erdwerk gelegen, von dem damals nochzwei sich rechtwinklig treffende Wallreste vorhanden gewesen sind. Solltees eine römische Brückenschanze gewesen sein, die hier die Verbindungzwischen dem Römerlager und dem südlichen Sesekeufer vermittelte? Und warauch der Sante-Moritz-Teich Standort eines Turmes, aus den der für eineWachtstation nicht übel passende Flurname gleich nebenanam magerenHahn" deuten könnte?

Die nächste Stelle, die einen Turm getragen haben muß, 114 irr westlichvomSante Moritz-Teich" ist die Örtlichkeit südlich der Bauerschaft Elsey aufdem linken Sesekeufer im sog.Breloh", also wiederum mit einem Namenbedacht, der sich auch sonst in engstem Zusammenhang mit Landwehren findet.Diese Stelle muß gemeint sein mit der in einer Urkunde des Staatsarchivsin Münster im Jahre 1541 bezeichneten ParzelleTörne" (Turm), um somehr, als sie als ein Pertinenzstück des Hofes Rogge in Aden (Niederaden)bezeichnet ist: denn unter diesem Hofe kann nur der alte Hof Rüenbeck inNiederaden verstanden sein. Nun war es aber gerade der Besitzer diesesHofes, Herr Möllmcmn, der mich um 19V4 auf diese zu seinem Besitz gehörigeStelle hinwies und zwar mit dem Bemerken, daß er hier schwarz-gefüllte vertiefte Löcher im Boden gefunden habe, die nur Pfosten -löcher gewesen sein könnten. Aber auch Fahne hat in einer Abhandlungüber römische Landwehren in der Zeitschrift des Belgischen GeschichtsvereinsJahrg. 1866 auf diese Stelle hingewiesen und läßt, einer alten Karte von1724 folgend, hier die von Südwesten heraufziehende Landwehr die Sesekeüberschreiten, wo sie dann Anschluß an dieKönigslandwehr" auf dem süd-lichen Lippeufer gesucht haben mußte. Interessant ist, daß Fahne, der übrigensjenes Material dem alten Klevischen Kataster entnommen hat, genauan der Stelle derBurg" bei Oberaden das Kennzeichen für Schlösser, einFähnchen <^) eingezeichnet fand, ein Beweis dafür, daß am Anfang des18. Jahrhunderts der Name den Kartographen wichtig erschien in Verbindungmit Straßen und Landwehren. Leider erlaubte es unsere Zeit nicht, am22. November 1928 dasBreloh" selbst aufzusuchen.

Wir nahmen aber unsern Weg schnell zumTurm" westlich Becking-hausen, überzeugten uns von dessen dreieckiger Bodenfläche und kamen überdie Burg hinaus zum Töddinghäuser Berg, wo wir 4VV in westlichvomM a r g a r e t h e n w e g" am Ostausgang des Dorfes Weddinghofenund zwar am alten Wege OberadenWeddinghofenTöddinghausen die auch