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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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Der römische Seseke-Körne-Winkel SS

Nähe desbeilaufenden Turms" gehobenen Scherben der Sendung anDr. Koenen beigefügt und war recht erfreut, von diesem berufenen Kennerzu erfahren, daß auch diese römisch seien, soweit überhaupt bei der Kleinheitder Stücke ein Urteil möglich war. Doch war auch eine sicher fränkischeScherbe dabei.

Da hielt ich es denn an der Zeit, auch mit meinen seit so vielen Iahrenauf den Seseke-Körne-Winkel gerichteten Untersuchungen hervorzutreten. Soerschien denn im Märzheft derHeimat" (Heimatverlag Dortmund) 1923mem Aufsatz:Römerfunde bei Käme n".

Nun hatte aber auch Herr Rohde vor seiner Übersiedlung nach Brasilienseine sämtlichen Funde aus demWesticker Feld" dem Verein für Orts- undHeimatkunde in Kamen übergeben. Da auch für sie die berechtigte Vermutungrömischen Ursprungs aufkam, so sandte der genannte Verein dieselben zu-sammen mit anderen bei der Kanalisation in Kamen gefundenen Scherben anHerrn I)r. Koenen, der einen großen Teil derselben als augusteisch er-kannte, aber unter den in Kamen selbst gehobenen Resten nichts Römischesfeststellen konnte. Inzwischen war die Jahreszeit zu weit vorgeschritten, alsdaß noch eine größere Grabung hätte stattfinden können: es blieb daher beieiner kleinen Probegrabung des Städtischen Museums Hamm im Dezember1926, die aber immerhin einige Stücke erbrachte, wenn sie auch gegenüberder im Herbst 1927 gehobenen Masse nicht ins Gewicht fallen.

Es war also am 29. August 1927, als das Städtische Gustav-LübckeMuseum Hamm, vertreten durch seinen Direktor Herrn L. Bänfer,der zugleich, nach dem Tode seines Vorgängers in der Leitung des Museumswie auch als Vertrauensmann für Vodenaltertümer dessen Nachfolgergeworden war, den Spaten ambeilaufenden Turm" ansetzen ließ. Die über-geordneten Instanzen, auch der Herr Regierungspräsident, waren in Kenntnisgesetzt und hatten die Grabung gestattet. Der gesetzliche Pfleger für kultur-geschichtliche Vodenaltertümer, Herr Pfarrer Kochs-Kamen, hatte in bereit-willigster Weise die nötigen Vorkehrungen für die Grabung getroffen, auchden gerade in Erdarbeiten sehr erfahrenen, früheren Bohrmeister Mandischer-Kamen zur Mitarbeit gewonnen. Da ich für jene Zeit wieder meinen etwadreiwöchigen Urlaub in unmittelbarer Nähe verlebte, konnte auch ich derGrabung beiwohnen. Als Vertreter des Kamener Heimatvereins waren dieHeimatforscher Herr Konrektor Crämer und Herr Lehrer Betzler zugegen.Nachdem zunächst auf einem südöstlich vombeilaufenden Turm" liegendenAcker gegraben worden war, wo aber keinerlei Funde gemacht wurden, faßtenwir bald das von Herrn Middendorf-Westick uns bezeichneteTurmdreieck"an, wie der Volksmund sagte, so groß, daß ein regelrechter Turm daraufstehen kann. Der Erfolg sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn alsbaldkamen Bodenfunde der mannigfachsten Art ans Licht, nicht bloß Scher-ben aus den verschiedensten Perioden, auch aus vorgeschichtlicher Zeit,sondern auch ein Metallstück, das als ein Anhänger eines Bronzehalsbandeszu gelten hat und nach dem Gutachten des PräHistorikers Herrn StudienratsKrebs-Köslin, der auf unsere Einladung dem zweiten Abschnitt der Grabung(31. 8.2. 9. 1927) beiwohnte, der frühen Hallstattkultur angehört.

Indem wir auf die Wiedergabe der fachwissenschaftlichen Einzelheitendes Gutachtens verzichten, sei hier nur noch gesagt, daß Herr Krebs gerade