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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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Die Entdeckung des Römerlagers in Eise 19

Fall zeigt, wie ich mich schon vor mehr als 3V Iahren, leider vergeblich, umErforschung derBurg" bemüht habe.

Doch hat Darpe meinen Mitteilungen Bedeutung beigemessen, indem ersie in derWests. Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde" (37. Band,Münster 1899) in folgenden Worten verwertete:Früheren Waffenfundenin der sogenannten Mergelkuhle auf der ,Vurg' zu Oberaden links von derKunststraße LünenKamen reihte sich im Iuli^ 1896 die Auffindung einergehenkelten Urne ebenda an, die leider zerbrach, deren Henkel aber HerrPrediger Prein in Methler aufgehoben hat." Um aber auch meinerseitswenigstens meine eigenen Gemeindeglieder auf die Bedeutung der Fundstelleerneut hinzuweisen, habe ich im Juli 1993 im Methlerer kirchlichen Gemeinde-blatt noch einmal den Gegenstand behandelt, besonders angeregt durch Ein-drücke, die ich bei Gelegenheit meines im römischen Trier verbrachten Sommer-urlaubs empfangen hatte. Schon vorher aber hatte ich, am 31. Mai 1992,einen Versuch gemacht, die Forscherwelt für dieBurg" zu interessieren,indem ich einen Vertreter der Wissenschaft nach Oberaden begleitete. Aberauch dieser gemeinsame Gang erbrachte keinerlei Gewinn, sondern nur Ent-täuschung. Es sollte sich eben um nichts weiter als umStreu- oder Schlepp-funde" handeln.

Wenn mich diese geringe Einschätzung der in Frage kommenden Gegen-stände auch keineswegs in meiner Beurteilung, die schon aus dem NamenBurg" die geschichtliche Bedeutung der Örtlichkeit erschloß, irre machenkonnte, so ergab sich doch eine andere Folge. Ich geriet in Gefahr, an derErforschung derBurg" durch Fachgelehrte zu verzweifeln, bis ich durchmeine Entdeckung des Namens Elfe für dieBurg" neuen Mut schöpfte. Damir schon damals die sprachliche Gleichheit des Namens Elfe mit Aliso be-kannt war, wandte ich in den Iahren 1994 und 1993 mein ganzes Interesseder Vodenforschung zu, was mir bei den ständigen Berührungen mit meinenbodentreuen Gemeindegliedern eine rechte Freude und geistige Erfrischungwar; doch trieb ich zunächst meine Forscherarbeit in aller Stille; kam es mirdoch darauf an, mein Urteil zu klären und selbständig zu machen. Dabeiblieb ich auch in engster Verbindung mit meinen kirchenhistorischen For-schungen, die mir schon in den Vorjahren aus den verschiedenen Archiven,dem Staatsarchiv in Münster, dem Klosterarchiv Cappenberg, dem Pfarr-archio in Methler, aber auch aus sonstigen Gemeinde- und Privatakten alterBauernhöfe reichen Stoff zugeführt hatten.

Zu meiner Freude erkannte ich auch immer mehr, wie gerade die kirch-lichen Urkunden sich als rechte Fundgrube bewährten, bis es mir endlichzur Gewißheit wurde, daß ohne Kenntnis der religiösen Volks-kunde auch keine vertiefte Geschichtsforschung möglich ist; sind doch, um nurdies eine Beispiel zu nennen, die Flurnamen in weitgehender Weisedurch religiöse Vorstellungen mitbedingt.

Mit der Zeit nun wuchs die Menge der durch Hin- und Herfragennamentlich bei den ältesten Leuten der Ortschaften entstandenen, sehr mühsamgesammelten Notizen erheblich an. Dieselben erstreckten sich u. a. auf örtlicheSagen, Volksüberlieferungen und die sog.H ü n e n p ä d d e", alte Straßen-

^ Es muhMai" heißen.

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