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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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He archioalische Entdeckung des Namens Else (Elsey) 17

Und nun erst die Flurkarte! Auf dieser muß vor dem Jahre 1827,wo die Heideteilung vorgenommen wurde, die Burg sich dargestellt haben alseine große weiße Fläche, denn bis zu dem genannten Jahre war wasvor 25 Iahren noch in Oberaden wohl bekannt war > die ganze BurgGemeindeeigentum, oder, wie man sagte,Gemeinheit". Darum wurde auchnoch im Jahre 1822 ein in der Burg gefällter Baum in den Gemeindeaktengebucht.

Nun haben wir noch einTabellarisches Verzeichnis sämt-licher Interessenten der Oberadener Gemeinheit", dasuns in überraschender Weise Licht spendet über die Verteilung der einzelnenParzellen auf der Burg an die 24 Beteiligten. Wir finden aufgeführt:10 Vollbauern, einen ^>, vier Halbbauern, einen drei 14, fünf 16 Bauern.Entsprechend diesen sechs verschiedenen Klassen lassen sich nun auch auf derBurg nach der Größe der zugewiesenen Anteile sechs Gruppen unterscheiden.In großen Flächen treten die Zuweisungen der zehn Vollbauern hervor in Gegen-satz zu den winzigen Splißteilen der 16 Bauern. Und was das auffallendste ist:Die Scheidelinien der einzelnen Fluranteile stehen zumeist senkrecht auf derLagerumgrenzung. Ganz deutlich tritt somit der Unterschied zwischen demeinstigen G e m e i n d e eigentum und dem Privateigentum hervor. Sohaben also die Oberadener und Elseyer Bauern überall Halt gemacht vorden noch zur Zeit der Flurverteilung sichtbaren oder in der Erinnerung be-kannten Grenzen der Burg. Dabei drängt sich wohl auch die Vermutung auf,daß gerade die gemeinsame Nutznießung der 41 Uu umfassenden Vurg-gemeinheit es war, die eine Vereinigung der Bauerschaften Oberaden undElsey herbeiführte. Da nun aber nach dem Entweichen der Römer von diesemBurghügel der Boden nie wieder, weder von Einheimischen noch von Frem-den, jemals besiedelt worden ist, so ist dieser denkwürdige Fleck Erde in derGestalt auf uns gekommen, wie ihn die Römer verlassen haben. Der NameElse, der mit ihm unabtrennbar verbunden war, ist also in ununterbrochenerFolge von Geschlecht zu Geschlecht weiter gegeben worden, mit ihm zugleichder NameBurg". Denn es ist doch völlig unvorstellbar, daß sich hierZufall an Zufall reihen könnte. Sollte es denn wirklich Zufall sein, daßgerade hier durch den Namen Else ein Römerlager nachgewiesen wurde, dasnoch im 15. Jahrhundert sprachlich genau so benannt wurde, wie 1^ Jahr-tausende vorher die Römer ihr in einer germanischen Bauerschaft Aliso (Else)errichtetes Lager nannten? Oder will man uns glauben machen, daß zwardas Gelände südlich und nördlich des Römerlagers Else-Aliso geheißen habe,ohne auch die dazwischen liegende Flur mit zu umfassen? Kann denn aufeine durch mehr als 1800 Jahre brachliegende Bodenfläche der Name Elseübertragen worden sein, indem eine andere Bezeichnung verdrängt wurde?Oder sollen wir glauben, daß die Römer zwei Militärstationen mit demselbenNamen Aliso bezeichnet hätten, die eine im Lippe-Seseke-Winkel, die anderebei Haltern? Das sind bare Unmöglichkeiten gegenüber der wohl-begründeten Tatsache, daß wir die Militärstation Aliso im Lippe-Seseke-Winkel wirklich gefunden haben, wobei aber mit Ernst zu beachten bleibt,was Prof. Koepp über die Möglichkeit einer Mehrheit von Einzel-«nlagen sagt.

Alles in allem: der Name Else, der die Grundlage meiner Entdeckung

Prein, Aliso und die Varusschlacht 2